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Gib Gewalt keine Chance – schau nicht weg!

Neuer Name für interaktive Dauerausstellung gegen häusliche Gewalt in Braunschweig: Aus „Rosenstraße 76“ wird „Rosenweg 76“

Die etablierte interaktive Dauerausstellung zum Thema häusliche Gewalt in Braunschweig bekommt einen neuen Namen: Aus „Rosenstraße 76“ wird ab sofort „Rosenweg 76“. Das inhaltliche Konzept bleibt dabei erhalten, ebenso wie der zentrale Standort im Bruchtorwall 6, 38100 Braunschweig. Mit der Umbenennung setzen die Koordinatorinnen ein klares Zeichen für die Prävention von Gewalt in Liebesbeziehungen, Familien und im häuslichen Pflegealltag und richten ihre Arbeit noch stärker an aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und Bedürfnissen aus.

Hintergrund zur Umbenennung

Der ursprüngliche Name „Rosenstraße 76“ stammt von der ersten Wanderausstellung aus dem Jahr 2005. Immer wieder kam es jedoch zu Verwechslungen mit einem historischen Ereignis: Dem Rosenstraßen-Protest in Berlin 1943, der als größte spontane Protestaktion im NS-Regime in die Geschichte einging. Ende Februar 1943 protestierten Ehefrauen und weitere Familienmitglieder in der Rosenstraße in Berlin für die Freilassung von inhaftierten jüdischen Männern. Zum Gedenken an die Ereignisse wurden in der Berliner Rosenstraße einige Monumente errichtet. Es gibt auch einen Spielfilm und diverse Bücher. „Uns war wichtig, diesen bedeutenden Teil der Geschichte zu respektieren, nicht mit unserer Arbeit und der wachsenden medialen Präsenz zu überdecken und Missverständnissen vorzubeugen“, erläutert eine der beiden Koordinatorinnen, Antonia Marienfeld, hierzu. In Abstimmung mit der jüdischen Gemeinde in Braunschweig fiel daher die Entscheidung, einen neuen Namen zu wählen und damit einen eigenen, zukunftsweisenden Weg zu gehen.

„Der „Rosenweg 76“ steht nun symbolisch dafür, Wege aus der Gewalt aufzuzeigen. Die Bedeutung der Rose und das bewährte Ausstellungskonzept bleiben derweil erhalten, doch wir entwickeln uns stets weiter und können jetzt einen eigenen Begriff prägen“, so Stefanie Kuper, ebenfalls Koordinatorin, dazu.

Interaktive Dauerausstellung: Gib Gewalt keine Chance – schau nicht weg!

Unsere Ausstellung im Bruchtorwall 6 in Braunschweig informiert und sensibilisiert für das Thema häusliche Gewalt und Gewalt in der häuslichen Pflege. Es werden auch Lösungswege für scheinbar ausweglose Situationen aufgezeigt.

„Rosenweg 76" – die Adresse ist erfunden. Sie steht stellvertretend für einen Ort, an dem Gewalt stattfindet. Denn genauso wie es in vielen Städten Deutschlands Straßen mit dem Namen „Rosenweg“ gibt, findet auch häusliche Gewalt mitten unter uns statt und ist keine Privatsache. Häusliche Gewalt kann alle Menschen betreffen, unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialer Schicht, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Nach wie vor sind vor allem Frauen und Kinder betroffen. 

Die Ausstellung hat das Ziel, Gewalt in privaten Beziehungen zu enttabuisieren. Opfer von Gewalt sind niemals selbst schuld an dem, was ihnen widerfährt. Häusliche Gewalt ist ein strukturelles Problem und geht uns alle etwas an. Alle Mitglieder unserer Gesellschaft können ihren Beitrag zur Gewaltprävention leisten.

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende

Wir freuen uns von Herzen, wenn Sie die Ausstellung "Rosenweg 76", die sensibilisiert, aufrüttelt und Hilfsangebote für Opfer häuslicher Gewalt aufzeigt, mit Ihrer Spende unterstützen!

Spendenkonto der Stiftung Wohnen und Beraten
IBAN: DE88 2695 1311 0161 1761 28
Verwendungszweck:  Rosenweg 76

Die Ausstellung informiert und überrascht, berührt und rüttelt auf

Die Adresse ist Fiktion. Doch im Bruchtorwall 6 existiert die „Rosenweg 76“ in Form einer nachgestellten Wohnung tatsächlich und ist zugänglich für alle Besucher:innen. Der „Rosenweg 76“ steht exemplarisch für einen der vielen Orte, an denen Menschen Gewalt erfahren. Sowohl körperlich, in Form von Schlägen, Tritten oder sexuellem Missbrauch, als auch psychisch, in Form von Erniedrigungen, Beleidigungen und (digitaler) Kontrolle.

Innerhalb der Ausstellung können sich Informationen zu häuslicher Gewalt interaktiv erschlossen werden. So können Videos angesehen, Informationen gelesen und Erfahrungen angehört werden. Schnell wird deutlich, dass die vertrauten vier Wände ein bedrohlicher Ort sein können, in dem Schutz und Sicherheit fehlen.

Kind im Vordergrund, streitende Erwachsene im Hintergrund, Schrift Hinschauen kann Leben retten

Sie macht wütend und manchmal auch sprachlos. Wichtig ist: Niemand soll die Ausstellung geschockt und ratlos verlassen. Durch die Möglichkeit der Nachbesprechung können die Besucher:innen zwar wachgerüttelt aber dennoch gestärkt die Ausstellung verlassen, weil sie Chancen und Hilfemöglichkeiten aufgezeigt bekommen. Sie lernen das Netzwerk in Braunschweig kennen, welches einen Ausweg aus der Gewalt möglich machen kann!

Die Inhalte der Ausstellung sind nicht nur für Betroffene von Gewalt relevant. Im Gegenteil, je informierter und sensibilisierter die Gesellschaft und das private Umfeld in Bezug auf Häusliche Gewalt sind, desto schwerer wird es Täter:innen fallen ihre gewaltvollen Taten im Geheimen und privaten Umfeld durchzusetzen. Die Verantwortung Gewalt zu verhindern liegt nicht bei den Betroffenen selbst, sondern bei allen Mitgliedern unserer Gesellschaft. Auch für Zeugen gibt es deshalb in der Ausstellung viele hilfreiche Tipps und Informationen wie sie Betroffene unterstützen können und Täter:innen so die Macht und Kontrolle nehmen!

Während der Öffnungszeiten stehen jederzeit Fachkräfte oder geschulte Mitarbeitende für Fragen oder Gespräche zur Verfügung.

So erreichen Sie uns

  • Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei und dauert in der Regel 90 Minuten.
  • Private Gruppen und Schulklassen ab Klasse 9:
  • Möchten Sie auch das Pflegezimmer zum Thema "Gewalt in der Pflege" besuchen, so verlängert sich der Ausstellungsbesuch auf 120 Minuten.

Offene Führungen:

  • Freitag, 13.03.2026, Start: 17 Uhr, Ende gegen 19 Uhr
  • Freitag, 24.04.2026, Start: 17 Uhr, Ende gegen 19 Uhr

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Haltestelle Friedrich-Wilhelm-Platz):

Buslinien: 411, 461, 429, 423, 450, 416, 413, 620, 418, 422, 560

Straßenbahnlinien: 3, 5

Parkmöglichkeiten (gebührenpflichtig): Parkhaus Wallstraße, Parkplatz Nimesstraße

Ausstellung "Rosenweg 76"
Bruchtorwall 6
38100 Braunschweig

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Partner:innen

Wir danken herzlich für die Unterstützung unserer Arbeit:

Unser Dank gilt den Mitwirkenden:

Unser Dank gilt ebenso den Spendern:

Schriftzug STIFTUNG DER WIRTSCHAFTSJUNIOREN BRAUNSCHWEIG
Volkswagen Group Components Braunschweig Schriftzug mit blauem kreisförmigem Emblem
Eckensberger Stiftung Emblem mit geschwungenem E und grauen Balken
Logo der Peter Jensen Stiftung mit rotem STIFTUNG-Schriftzug und Daumen-hoch-Symbol
Logo der Braunschweigischen Sparkassenstiftung in roter Schrift auf weißem Hintergrund
Weißes Logo mit schwarzem Schriftzug Gahnz Stiftung
Logo der Volksbank BRAWO Stiftung in blau
Blaues Logo mit Schrift Hauswaldtsche Familienstiftung von 1889
Logo der Dachstiftung Diakonie mit bunten Quadraten und Schrift

Für Sie da:

Person in Businesskleidung Projektkoordinatorin Rosenstraße 76
Koordination Projekt "Rosenweg 76" Antonia Marienfeld
Frau mit Brille und gelbem Schal Koordinatorin des Projekts Rosenstraße 76
Koordination Projekt "Rosenweg 76" Stefanie Kuper

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